4. Sept. 2025

Erste Feldaufnahmen und Infoabend

Ein spannender Projekttag liegt hinter uns! Rund um Emmerichenhain (Rennerod) haben wir einen wichtigen Meilenstein für unser Forschungsprojekt aimGrassland erreicht. Von den ersten Kamera-Tests am Vormittag bis zur beeindruckenden Maschinenvorführung am Abend stand alles im Zeichen der digitalen Transformation der Grünlandpflege.

Präzision im Fokus: Test-Aufnahmen in Emmerichenhain

Der Tag startete auf den Wiesen rund um Emmerichenhain. Unser Ziel: Das neue Kamerasystem unter realen Bedingungen auf Herz und Nieren zu prüfen. Mit einem mobilen Kamerasystem (siehe Foto) haben wir hochauflösende Aufnahmen der Grasnarbe gemacht. Diese Daten sind essenziell, um unseren Datensatz zu erweitern und die KI-Algorithmen darauf zu trainieren, Problemarten wie das Jakobskreuzkraut (JKK) sicher von wertvollen Kennarten zu unterscheiden.

Zwei Personen mit Handwagen mit montierter Kamera

Strategische PLanung um Projektmeeting

Nach den erfolgreichen Aufnahmen im Feld folgte der fachliche Austausch. In einem kleinen Projektmeeting diskutierten Jörn Milnikel, Mona Wölfinger, Daniel Dumschat, Moritz Schauer und Prof. Dr.-Ing. Seyed Eghbal Ghobadi die nächsten Schritte. Im Fokus standen die Optimierung der Bildsegmentierung und die Integration der Daten in unser Cloud-Management-System. Nur durch diese enge Verzahnung von Informatik und landwirtschaftlicher Praxis können wir Lösungen entwickeln, die später auf dem Betrieb wirklich Zeit und Kosten sparen.

Technik, die begeistert: Maschinenvorführung auf Hof Muldagro

Zwei Anbieter präsentierten ihre intelligenten Feldspritzen. Das Prinzip ist faszinierend: Sensoren erkennen während der Fahrt die Schadpflanze, und die Düsen applizieren das Mittel punktgenau nur dort, wo es wirklich nötig ist.

Traktor mit intelligenter Feldspritze

Die Vorteile dieser Technik liegen auf der Hand:

  • Massive Herbizideinsparung: Nur die Zielpflanze wird behandelt, die umliegende Grasnarbe bleibt unberührt.
  • Biodiversitätsschutz: Wertvolle Kräuter und Gräser werden geschont, was die Artenvielfalt auf der Fläche erhält.
  • Effizienz: Die automatisierte Erkennung entlastet die Bewirtschafter und macht die Pflege auch auf großen Flächen handhabbar.

Der intensive Austausch zwischen Herstellern und der Praxis hat einmal mehr gezeigt, wie groß das Interesse an smarten Lösungen für das Grünland ist. Wir nehmen viele wertvolle Impulse mit in die nächste Phase der Algorithmus-Entwicklung!